Rathaus Stoppenberg
Geschichtskreis Stoppenberg
     Treffpunkt: Historischer Ratssaal
  im Rathaus Stoppenberg,
  Stoppenberger Platz 6

  TERMINE 2012 / 1. Halbjahr :
  Dienstags 18 - 20.20 Uhr


  • 28. Februar
  • 13. + 27. März
  • 24. April
  • 8. + 22. Mai
  • 5. + 19. Juni
  Weitere Termine werden nach
  Absprache festgelegt.




 Geschichtskreis Stoppenberg

im Rathaus Stoppenberg
Stoppenberger Platz 6
45141 Essen  

Informationen bei:

Karl Friedrich,  Spillheide 19a
45239 Essen, Tel. 0201 40 56 00

Günter Napierala, Im Schollbrauk 38
45326 Essen, Tel. 0201 32 61 38
E-Mail:  gnapi@gmx.net

 

 

 

 

 





Stoppenberg macht Geschichte

Ein Teil der Ruhrgebietsgeschichte wurde auch in Stoppenberg geschrieben. Dazu gehört die Zeit, als der Ort noch Bauerschaft mit einem freiweltlichen Damenstift im Zentrum war, die Periode, als Stoppenberg preußische Landgemeinde und Bürgermeisterei war, und schließlich die jüngste Zeit, seit 1929 als Essener Stadtteil.

Anders als an vielen anderen Orten des Ruhrgebiets finden wir in Stoppenberg heute eine Fülle von sichtbaren Beispielen für alle Phasen der Geschichte:

Die vielfältigen Erinnerungen an die Geschichte des Ortes gilt es zu erhalten, zu dokumentieren und zu beschreiben. Der Geschichtskreis Stoppenberg beschäftigt sich mit dieser Geschichte.

Die Mitglieder des Kreises tauschen Erinnerungen aus, suchen Dokumente in Bibliotheken und Archiven, sammeln Photos und Zeitungsausschnitte, dokumentieren Geschichte im Straßenbild und vieles mehr. Exkursionen im Ortsteil  bzw. im Ruhrgebiet runden das Programm ab. Die Ergebnisse der Arbeit werden regelmäßig veröffentlicht, in Ausstellungen, Aufsätzen und im Stoppenberger Kalender, der inzwischen längst eine eigene Tradition hat.

                     
    

Stoppenberger Kulturarbeit, der Geschichtskreis und der Stoppenberger Kalender.

1983 beschloss der Rat der Stadt Essen die Kulturarbeit im Essener Norden zu fördern. Unter dem Titel „KultUrsachen“ wurden 1983 in Altenessen und 1988 in Stoppenberg Stellen eingerichtet. In Stoppenberg hatte Gerd Abbenhaus als „Kulturorganisator“ die Aufgabe einzelne Gruppen zu beraten und unterstützen. Dazu gehörten z.B. das Theater- Projekt „Das Ende des schwarzen Diamanten“, Stadtteilrundgänge mit Schulen, Organisation von Ausstellungen und vieles andere. Als Stoppenberger war er besonders an der Geschichte „seines“ Stadtteils interessiert. Zusammen mit Reiner Klaes von der VHS hat er1990/91 mit einer Gruppe von Stoppenbergern (aus denen der Geschichtskreis entstand) die Idee Geschichten und Fotos aus dem Stadtteil für eine Veröffentlichung zu sammeln. Daraus ist der erste „Stoppenberger Kalender 1992“ entstanden. Themen waren z.B. Grüße vom Hallo – Die Stiftskirche – Die Schlacht am Tivoli - und viele andere. Für das Titelbild wurde der Hallo – Turm gewählt. Der Kalender wurde in kleiner Auflage gedruckt und war bei Herrn Abbenhaus zu bekommen. Er war schon nach kurzer Zeit verkauft.

Nach dem Erfolg wurde dann im „Geschichtskreis“ beschlossen auch 1993 einen Kalender heraus zugeben. Fotos und Geschichten waren ausreichend vorhanden. Wurde der erste Kalender bei der „Außerbetrieblichen Ausbildung“ der Stadt Essen gedruckt, konnte Herr Klaes den neuen Kalender bei Pomp in Bottrop drucken lassen.

Am 1. Januar 1994 wurde die Stelle von Herrn Abbenhaus gestrichen. – Einsparung! – Die Betreuung der Kulturarbeit in den Stadtteilen ist der VHS übertragen worden. Die Schulen, Vereine, Kirchen und die BV VI bedauerten die Entscheidung, aber sie konnten sie nicht ändern

1994 kam die Broschüre „Anekdoten – Erzählungen – Erinnerungen“, ab 1995 dann wieder der Stoppenberger Kalender. Die Redaktion hatte Reiner Klaes als VHS – Kursleiter übernommen. Von den „Mitarbeitern“ der ersten Ausgabe ist heute keiner mehr dabei. Stellvertretend von für alle werden Hans und Marieanne Haneke genannt. Sie haben viele Jahre mit viel Energie und Ausdauer für „Stoppenberg“ Fotos, Geschichten und Unterlagen gesammelt und Stadtteilrundgänge durchgeführt.

Nach 20 Jahren gibt es den Stoppenberger Kalender immer noch. Es sind wieder 12 spannende Geschichten: für jeden Monat eine:

Der Hamburger Journalist Fritz Wirth, hat die Bomberangriffe am 5. März 1943 auf die Bäckerei seines Vaters in der Wilhelmstraße als Jugendlicher miterlebt. Er schildert anschaulich, die Ereignisse dieses schrecklichen Tages und der Angst durch Bomben umzukommen.. Er erzählt auch von einem Schulkameraden der nach dem Krieg in der Bäckerei für ein kleines Geschäft seiner Oma immer einen Korb voller Brötchen mitnehmen musste. Dieser Schulkamerad war Karl Albrecht der viele Jahre später mit seinem Bruder Theo die Aldi-Discount-Läden gründete und zum reichsten Mann Deutschlands wurde. An die Bergbauvergangenheit erinnert eine Medaille, die zum Durchschlag von Zollverein nach Nordstern im Oktober 1982 herausgegeben wurde. Durch den Verbund beider Schachtanlagen sollte die Schließung langfristig verschoben werden. Das war aber nicht der Fall. Am 23.12.1986 war dann doch das Ende des Bergbaus in Essen. Mit dem Bergbau hängt auch die Gründung des St. Vincenz Krankenhauses vor 125 Jahren zusammen. Wegen der häufigen Erkrankungen und Unfälle der Bergleute auf den Schachtanlagen wurde ein Krankenhaus notwendig. Es wurde von der Katholischen Kirchegemeinde St. Nikolaus errichtet. 1887 konnten die ersten Kranken aufgenommen werden. An die Einweihung eines Bethauses aus dem Stoppenberg am 29.Januar 1073 durch Erzbischof Anno II erinnern wir im Dezember. Das war die erste urkundliche Erwähnung Stoppenbergs. Im Januar 2013 jährt sich die Weihe zu 940. Mal. Der Kalender ist auf dem Zollvereinfest am letzten Sonntag im September vorgestellt worden. Sie können ihn in Stoppenberger Geschäften zum Preis von 6,50 € bekommen.

Für den Geschichtskreis Stoppenberg – 26.September 2011- Günter Napierala


Kalender 2012
Herausgeber: Geschichtskreis Stoppenberg,
Altes Rathaus Stoppenberg, Stoppenberger Platz 6,
45141 Essen

Monat

Fotos / Bilder

Text

Titelblatt

Vier Wappen aus der ehemaligen Bürgermeisterei 20 Jahre Historischer Kalender der Bürgermeisterei Stoppenberg

Vorwort

Oberbürgermeister Reinhard Paß

Januar

Schonnebeck: Glückauf Schule (Foto aus den 30er Jahren) Die Errichtung der Glückaufschule in Schonnebeck vor über 80 Jahren

Februar

Wahlplakate der KPD + DPD 1919 Die ersten freien Wahlen nach dem 1. Weltkrieg

März

Vertreter der Stadt Essen und der Gewerkschaft IG BCE bei der Einweihung des „Wilhelm-Gefeller-Weg“ am 31. Juli 2009 Wilhelm Gefeller, ein Gewerkschaftsführer aus Stoppenberg

April

Blick auf die Dammaufschüttung der Rheinischen Bahn aus gebranntem Bergematerial (Foto: Detlef Hopp, Institut für Denkmalschutz und Denkmalpflege/Stadtarchäologie) Überraschende Funde: Fossilien aus dem Gleiskörper der Rheinischen Bahn

Mai

Das Gelände der abgebrochenen Kokerei Zollverein 1 / 2,1957.Die letzten Nissenhütten kurz vor Baubeginn der neuen Kokerei. Nissenhütten in Stoppenberg

Juni

Ehrung des Herrn Heinrich Heihoff im Jahr 1924 Vor 120 Jahren: Stoppenberger Wirte vereinigen sich

Juli

Der Zusammenschluss von Zeche Zollverein und Zeche Nordstern in Gelsenkirchen, sollte deren Schließung verhindern. Der Zentimeter genaue Durchbruch erfolgte im Oktober 1982. Das war eine Medaille wert. Vortrieb der Verbindungsstrecke von Zollverein nach Nordstern (Gelsenkirchen)

August

Kamin der ehemaligen Backstube Wirth in der Wilhelmstr. später Heeskampshof Brot zwischen Brand und Bomben Geschichte der Bäckerei Wirth, eine Stoppenberger Institution.

September

Zollverein, Schacht 3,7,10 Zollverein Schacht 3/7/10 – 130 Jahre Bergbau

Oktober

Straßenbahn der Linie Steele- Kray- Gelsenkirchen in der engen Unterführung am Bahnhof Kray Nord, der so genannten Verkehrsfalle. Die erste Straßenbahnlinie von Gelsenkirchen nach Steele

November

Luftbild des St. Vincenz Krankenhaus. Alt und Neubau einschließlich des operativen Zentrums 125 Jahre St. Vincenz Krankenhaus in Stoppenberg

Dezember

Der Hl. Anno vom Ambo (Lesepult) der der Kirche St. Anno mit der Stiftskirche im Arm. – Eine Arbeit des Stoppenberger Bildhauers Johannes Bludau. Anno II., Erzbischof von Köln, weihte 1073 das Bethaus auf dem Stoppenberg
 

Impressum

Gesamtherstellung:
Margreff Druck und Medien GmbH
45239 Essen - Werden

 


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   zuletzt geändert am: 11.11.2011
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